23.05.2017 - 13:00:08

Arche Nebra – Die Himmelsscheibe erleben

Arche Nebra (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: J. Lipták)
Arche Nebra

Die Arche Nebra ist ein neuartiges Besucherzentrum am Fundort der Himmelsscheibe von Nebra. Die abwechslungsreiche, multimediale Präsentation im Inneren eines auch architektonisch außergewöhnlichen Gebäudes erzählt die faszinierende Geschichte der Himmelsscheibe, die 1999 auf dem Mittelberg bei Nebra von Raubgräbern gefunden wurde. Vor über 3600 Jahren geschmiedet, ist sie die älteste konkrete Darstellung des Kosmos weltweit und ein archäologischer Jahrhundertfund, der das Bild von unseren Vorfahren revolutioniert hat.

In der Arche Nebra verbinden sich in einem Zusammenspiel von wissenschaftlichen Informationen und lebendigen Inszenierungen Archäologie und Astronomie. Viele innovative Ideen sind in der Präsentation umgesetzt und begeistern Besucher aller Alterstufen. So geistern etwa virtuelle Figuren durch die Vitrinen und begleiten die Gäste mit Information, Witz und Charme. Im 3D-Flug geht es aus der Sicht eines Staubkorns über Himmelsscheibe und Bronzeschwerter. Ein Kasperltheater präsentiert den Krimi rund um die Auffindung der Himmelsscheibe – mit einem Augenzwinkern. Großskulpturen gliedern die Präsentation und entfalten ein Informationsspektrum, das beim Durchschreiten des Raumes die tieferen Dimensionen des rätselhaften Fundes enthüllt. Je nach Betrachterstandpunkt fügen sich die Skulpturen zu Sonne, Mond und dem Sternbild der Plejaden: So ist die Himmelsscheibe ständig anwesend, auch wenn das Original abwesend ist.

 

Arche Nebra

An der Steinklöbe 16
D-06642 Wangen

Öffnungszeiten:

Sommer:
April–Oktober täglich 10–18 Uhr

Winter:
November–März Di–Fr 10–16 Uhr, Sa/So/Feiertag 10–17 Uhr, montags und am 24. Dezember geschlossen

Information und Buchung von Führungen und Aktionsprogrammen:

T: 034461-25520
F: 034461-25365
info(at)himmelsscheibe-erleben.de
www.himmelsscheibe-erleben.de

Herzstück der Arche Nebra ist ein digitales Planetarium. Die Show führt auf eine faszinierende Reise in das Universum der Bronzezeit: Unter der Planetariumskuppel wird das komplexe astronomische Wissen begreifbar, das auf der Himmelsscheibe verschlüsselt ist. Wer sie „lesen“ kann, ist Herrscher über die Zeit: Mit dieser astronomischen Uhr ließen sich schon vor 3600 Jahren Kalendertermine festlegen und der Sonnen- mit dem Mondkalender verbinden.

Der Fundort der Himmelsscheibe – 3,5 km vom Besucherzentrum entfernt auf dem Mittelbergplateau gelegen – kann ebenfalls besucht werden. Das „Himmelsauge“, eine leicht gekrümmte Scheibe aus poliertem Edelstahl, spiegelt das Firmament und verbindet Himmel und Erde an der Stelle, wo 3600 Jahre lang ein Bild des Himmels im Boden verborgen lag. Auf dem Mittelberg ließ sich die Himmelsscheibe als Sonnenkalender benutzen. Ein markanter Aussichtsturm unweit der Fundstelle ermöglicht heute wieder den Blick zum Horizont wie zur Zeit der Himmelsscheibe. 30 m hoch und um 10° geneigt, ist er der Zeiger einer überdimensionalen Sonnenuhr. Ein senkrechter Schnitt teilt das Bauwerk und markiert die Sichtachse zum Brocken, hinter dem die Sonne zur Sommersonnenwende unterging.

Weitere archäoastronomisch bedeutsame Ziele erschließt die neue Tourismusroute der Himmelswege: Neben der Arche Nebra lohnt sich ein Besuch des Sonnenobservatoriums in Goseck, der Dolmengöttin in Langeneichstädt und des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle. Nur im Landesmuseum ist das Original der Himmelsscheibe von Nebra zu sehen. Information unter: www.himmelswege.de

Clubmitglieder erhalten in der Arche Nebra den ermäßigten Eintrittspreis für Gruppen von 6,50 € statt 7,50 €. Der Zugang zum Fundort der Himmelsscheibe und zum Aussichtsturm ist frei.